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Vergangenheit schafft Zukunft

Im Jahr 2000 haben sich einige engagierte Linzer Spitzenmediziner zum Verein Medizinmuseum OÖ. zusammengeschlossen.

Ziel war einerseits die Aufarbeitung der vielfältigen Medizingeschichte Oberösterreichs, aber auch das Hinführen der Menschen zu mehr Eigenverantwortung und Vorsorgebewusstsein durch die Konfrontation mit der Vergangenheit. Sehr früh schon begann der Traum von einem eigenen Medizinmuseum für Linz Gestalt anzunehmen.

Wissensvermittlung durch Ausstellungen

In Form von Ausstellungen zu verschiedensten medizinischen Fachthemen touren unsere Ausstellungstafeln mit Text- und Bildinformationen sowie interessanten Objekten aus mehreren Jahrhunderten im Rahmen einer Raiffeisen-Aktion ab Herbst 2003 bis heute durch unser ganzes Bundesland. Alle Themenbereiche sind von renommierten oö. Fachärzten gestaltet und werden ständig erweitert und ergänzt.

Wertvolle historische Sammelobjekte

Unsere Sammlungen umfassen mittlerweile tausende Objekte aus allen Jahrhunderten, die zur Zeit noch in diversen Depots lagern und immer wieder in Ausstellungen zu besichtigen sind. Darunter befinden sich ärztliche Instrumente aller Fachrichtungen sowie einzigartige Raritäten wie das erste Wasserbett, das in Wien um die Mitte des 19. Jahrhunderts zur Behandlung von Verbrennungen konstruiert wurde, oder die erste künstliche Niere, entwickelt um die Mitte des 20. Jahrhunderts in Linz. Weiters befindet sich eine sogenannte „Cholerawiege“ zur Desinfektion von Briefen mittels Dämpfen in unserem Besitz, die noch bei der letzten großen Choleraepidemie in den 1860er Jahren in Wien Verwendung fand.

Wichtig: die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Ein wesentlicher Bereich der Arbeit des Vereins Medizinmuseum OÖ. sind auch Kooperationen und freundschaftliche Beziehungen zu ähnlichen Institutionen. Längerfristig ist die Kontaktaufnahme zu internationalen Gruppierungen angedacht wie auch als Fernziel die Veranstaltung eines Kongresses für Medizingeschichte in Linz.
2005 schloss der Verein Medizinmuseum OÖ. eine höchst ehrenvolle und fruchtbringende Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Medizin an der Medizinuniversität Wien. Resultat dieser Zusammenarbeit waren bisher zwei faszinierende Ausstellungen, die eine zum Thema Ethno - Medizin im Herbst 2005 in der Hypo-Landesbank an der Linzer Landstraße, die auch bei der Langen Nacht der Museen in diesem Jahr gezeigt wurde sowie eine Ausstellung zur Geschichte der Endoskopie mit Originalinstrumenten aus der Entwicklung dieser Fachrichtung bis zurück ins 19. Jahrhundert. Sie wurde 2006 bei zwei Medizinkongressen und bei der Eröffnung des vereinseigenen neuen Ausstellungsraumes in der Ärztekammer für OÖ. am 13. September 2006 präsentiert.

2006: der erste Schritt zu einem „richtigen“ Museum

Die Eröffnung dieses zwar sehr bescheidenen, aber immerhin fixen und der Öffentlichkeit zugänglichen Museumsraumes ist ein ganz wesentlicher Schritt hin zu einem „richtigen“ Medizinmuseum für Linz. Denn im Mittelpunkt der Bemühungen steht nach wie vor die Suche nach einem Dauerquartier, das sowohl für Ausstellungen und andere Informationsveranstaltungen wie auch genügend Lagerraum Platz beinhalten soll.

Ansporn durch Auszeichnung

Stolz sind die Mitarbeiter des Vereins heuer ganz besonders darauf, dass der Verein Medizinmuseum OÖ. mit seiner Ausstellung über die Medizin im antiken Rom mit besonderer Berücksichtigung des Römerlagers Lauriacum (Enns) im Jänner vom OÖ. Museumsverbund, zu dessen Mitgliedern er zählt, zum „Museum des Monats“ gewählt wurde – eine Auszeichnung, die Mut macht zur intensiven Weiterarbeit.

 

 

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Verein Medizinmuseum Oberösterreich - c/o Ärztehaus - Dinghoferstr. 4, A- 4020 Linz | Tel.: 0043 (0)732/778371/319 | Mail: medizinmuseum@aekooe.or.at