„Mens sana in corpore sano“(Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper”)
Dieser weise Ausspruch der alten Römer bestätigt sich heute mehr denn je: die Einwirkungen der Psyche auf die körperliche Gesundheit sind unbestritten.
Gesundheit, ihre Erhaltung und ihre Finanzierbarkeit stehen heute verstärkt im Zentrum des öffentlichen Interesses.
Die Lebenserwartung steigt, damit aber gleichzeitig der Druck, mit Krankheiten ohne erhebliche Einbuße an Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit fertig zu werden.
Politik und der Einzelne sind gefordert: einerseits um neue Grundlagen einer leistbaren Spitzenmedizin für alle zu schaffen, andererseits um mehr Bewusstsein für individuelle Eigenvorsorge und –verantwortung zu entwickeln.
Prävention, also Vorsorge zur Vermeidung von Krankheiten und weitgehender Erhaltung der Gesundheit, ist ein beherrschendes Schlagwort unserer Zeit.
Mehr Bewusstsein für die individuelle und öffentliche Gesundheit zu schaffen, war auch eines der vorrangigen Ziele bei der Gründung des Vereins Medizinmuseum OÖ. im Jahre 2000 - und zwar mittels einer Darstellungsweise, die erst seit kurzem wieder in vielen Bereichen als „zeitgeistig“ gilt: dem Aufzeigen der Vergangenheit, dem Lernen aus der Geschichte. Alle unsere „modernen“ Errungenschaften basieren auf den Erkenntnissen derer, die vor uns waren – ohne sie gibt es keine Gegenwart und Zukunft. Unsere Ziele: - Möglichkeiten und Grenzen moderner Medizin aufzeigen
Technisch ist heute so gut wie alles machbar – aber ist es auch ethisch vertretbar?
Der Mensch von heute sieht seinen Körper großteils als funktionstüchtige Maschine, die er ohne Rücksicht „ausbeutet“ und dann durch die Medizin „warten“ lässt. Der Austausch von kranken Organen ist heute eine Selbstverständlichkeit geworden, Krankheit und Tod sind absolute Tabuthemen unserer leistungsorientierten Gesellschaft.
- Die gesunde Auseinandersetzung mit diesen lebenswichtigen Inhalten muss eine neue Basis bekommen.
Wir müssen wieder lernen, auch die Schwachen und Kranken als selbstverständliche Mitglieder unserer Gesellschaft zu sehen.
„Soviel wie möglich tun, aber Grenzen respektieren“ sollte das Credo einer patientenorientierten Medizin sein.
- Mehr individuelle Eigenverantwortung
Gesundheit ist die wichtigste Grundlage der individuellen und allgemeinen Lebensqualität. Sie so lange wie möglich zu erhalten ist Pflicht jedes Einzelnen – auch im Hinblick auf die Leistbarkeit moderner Spitzenmedizin für alle. Wir müssen lernen, dass Gesundheit etwas kostet – und uns ebenso viel wert sein sollte wie all unsere Hobbies, für die wir großzügig Geld ausgeben.
Unsetzung der geplanten Ziele:
- Regelmäßige Ausstellungen zu diversen Fachthemen aus Geschichte und Gegenwart (bisher über 100 Ausstellungen an etwa 20 verschiedenen Orten in OÖ. zu mehr als 10 medizinischen Themen)
- Vorträge und Publikationen in für Laien verständlicher Sprache
- Frühzeitige Erziehung zur Eigenvorsorge (Kindergärten, Schulen)
- Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheit in Firmen
- Aufarbeitung der oö. Medizingeschichte nach Fachgebieten
- Sammlung von Exponaten zur Errichtung eines sowohl virtuell wie auch real begehbaren Museums in informativer und unterhaltsamer Darstellungsweise
- Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen und Institutionen
(wie die Kooperation mit dem Josefinum (medizinhistorisches Institut und Medizinmuseum der Universität Wien).
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